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Das erste Mal ein Babysitter

Irgendwann ist es soweit: Nicht Mama oder Papa bringen den kleinen Wonneproppen ins Bett, sondern ein Babysitter. Da das Schlafengehen ein wichtiges (und bei manchen Kinder ein nicht ganz unproblematisches) Ritual ist, sollten Sie einige Punkte beachten, damit alles gut geht.

Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit

Damit Ihr Kind friedlich einschläft, obwohl Mama und Papa nicht in der Nähe sind, sollte es ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit aufbauen/haben. Das kann Ihr Kind natürlich nicht bei einer völlig fremden Person entwickeln. Den Babysitter, der Ihr Kleines abends ins Bett bringt, sollte Ihr Kind schon länger kennen. Machen Sie mit dem Babysitter einen Probelauf. Sie (oder er) bringt Ihr Kind ins Bett, obwohl Sie im Haus sind. Wenn alles glatt geht, werden Sie im "Ernstfall" viel beruhigter sein.

Klären Sie Ihren Babysitter in Ruhe über die Gepflogenheiten und die Vorlieben Ihrer Kinder auf: Bleibt ein Nachtlicht an? Welches Schmusetier darf beim Einschlafen nicht fehlen? Kann Ihr Kind nicht ohne die halb-zerrissene Schmusedecke einschlafen? All das sollte Ihr Babysitter wissen, damit das Zubett-Bringen kein Fiasko wird.


Rituale beibehalten

Wenn Sie mit Ihrem Kind ein festes Ritual beim Einschlafen haben (erst Zähne putzen, dann eine Gute-Nacht-Geschichte und noch ein kleines Lied), sollte Ihr Kinder-Schlafwächter auch diese Reihenfolge beachten. Denn für Ihren Wonneproppen ist es ungewohnt, dass die Eltern nicht da sind, so sollte wenigstens alles andere wie immer sein.
Klären Sie mit dem Babysitter, was er tun darf, während die Kinder schlafen! Musik hören, Fernsehen, Zeitung lesen, Hausaufgaben machen usw.

Darf er/sie sich Getränke und Knabbereien nehmen? Beides sollten Sie bereit halten, es macht einen langen Abend erträglicher.

Teilen Sie dem Babysitter mit, wo Sie erreichbar sind (Name, Adresse, Telefonnummer). Wenn Sie telefonisch nicht erreichbar sind, weil Sie im Theater, im Konzert oder in anderen Veranstaltungen sind (kein Handy haben), geben Sie eine Alternative an. Vielleicht kann die Oma, die Tante oder die Nachbarin Ansprechpartner für den Babysitter sein.

Tränen kann es immer geben

Auch wenn der Babysitter ganz toll mit Ihren Sprösslingen zurecht kommt, kann es trotzdem passieren, dass es in der ungewohnten Situation Tränen gibt. Kinder spüren schon früh, dass ihre Eltern am Abend nicht da sein werden. Rechnen Sie deshalb mit Komplikationen. Überlegen Sie vorher, wie Sie sich in dem Fall verhalten wollen: gehen oder bleiben?

Wenn Sie sich entscheiden, trotz Kindertränen zu gehen, lassen Sie sich nicht panisch machen und erklären Sie Ihrem Kind ohne besorgte Miene, dass Sie bald wieder da sein werden. Machen Sie selbst ein besorgtes Gesicht, wird das auf Ihr Kind "abfärben" und es wird glauben, dass wirklich Anlass zur Sorge besteht. So wird alles nur noch schlimmer.

Wegschleichen ist tabu!

Eines sollte jedoch tabu sein: Sich heimlich aus dem Haus schleichen! Wenn Ihr Kind aufwacht und feststellt, dass nur eine "fremde" Person im Haus ist, lässt es sich vermutlich nicht beruhigen. Mit einem solchen Verhalten schüren Sie beim Kind Verlustängste und es kann passieren, dass Ihr Kind massive Probleme mit dem Einschlafen bekommt.


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