So finden Sie einen guten Babysitter
Ob 16-jährige Schülerin, eine Tagesmutter oder die Leihoma:
Fast jede Familie nimmt irgendwann einmal die Dienste eines Babysitters in
Anspruch. Verständlicherweise ist die Auswahl nicht leicht, schließlich wollen
Eltern ganz genau wissen, wem sie ihr Kind anvertrauen. mama-tipps.de nennt
Ihnen einige Kriterien, die Sie bei der Auswahl eines Babysitters beachten
sollten.
Liebe, Liebe, Liebe
Ein guter Babysitter sollte jemand sein, der Kinder liebt. So
banal dieser Satz klingt- Liebe zu Kindern ist das wichtigste Kriterium bei der
Auswahl eines Babysitters. In erster Linie kommt es nicht auf den Background an-
Ihre Nachbarin, die selbst keine Kinder hat, kann ein besserer Babysitter sein
als die ausgebildete Erzieherin.
Wer auch immer sich bei Ihnen als Babysitter vorstellt, versuchen Sie zuerst
etwas über die Motivation dieses Menschen zu erfahren. Warum jobbt er/sie als
Babysitter ? Natürlich, um Geld zu verdienen, aber es sollte eben noch mehr
sein. Um im Umgang mit Menschen gleich welchen Alters erfolgreich zu sein, genügen
ausschließlich materielle Gründe nicht. Versuchen Sie im Gespräch
herauszufinden, wie der Bewerber zu Kindern steht.
Sprechen Sie über Kinder ganz allgemein und auch über die Erfahrungen der
Person, die sich um Ihr Kind kümmern möchte. Hören Sie auch auf das, was
zwischen den Zeilen gesagt wird: Spüren Sie beim ihm/ihr Begeisterung, wenn es
um Kinder und Babysitting geht. Spüren Sie, dass von diesem Menschen Wärme
ausgeht? Wenn Sie diese Fragen bejahen, können Sie sich daran machen, mehr von
dem Bewerber zu erfahren.
Engagement
Ihr zukünftiger Babysitter sollte bereit sein, mehr zu tun als
seine " Zeit abzusitzen". Babysittung ist mehr als bloße Anwesenheit-
es erfordert Engagement. Kontaktfreudig muss er sein und den Wunsch haben, sich
mit dem Kind zu beschäftigen. Spielen gehört dazu ebenso wie das Vorlesen der
Gute-Nacht Geschichte.
Wenn Ihr Babysitter die Bereitschaft mitbringt, die Vorlieben und Eigenheiten
seines kleinen Schützlings kennen zulernen und zu respektieren ist das ein
wichtiger Schritt zu einer guten Beziehung.
Verantwortung
In jedem Fall muss sich der Babysitter darüber im Klaren sein,
dass er mehr ist als ein "Aufpasser". Auch wenn der Babysitter nur
einmal im Monat oder einmal in der Woche für das Kind da ist, wird dieser
Mensch zu einer Bezugsperson im Leben des Kindes. Daraus ergibt sich, dass Ihr
Babysitter jemand sein sollte, der auch bereit ist, eine solche Bildung
einzugehen.
Fatal für das Kind ist es, wenn der Babysitter aufhört, weil er keine Lust
mehr hat. Sicherlich ist irgendwann die Trennung angesagt, es kommt aber darauf
an, aus welchem Grund sie stattfindet. Mangelnde Motivation erspüren gerade
Kinder sehr intensiv.
Da sie noch nicht differenzieren können ,beziehen manche Kinder eine Trennung
dann auf sich, was wiederum negative Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl des
Kindes haben kann. Ein geeigneter Kandidat für die Betreuung Ihrer Kinder
sollte also willens sein, eine längere Zusammenarbeit einzugehen- und vor allem
auch Nähe zuzulassen.
Die Chemie muss stimmen
Babysitting ist keine rein pragmatische Angelegenheit - würden
Sie Ihrem Zwerg irgendjemanden vorsetzen, würde sich das bitter rächen. In
Ruhe ausgehen wäre bei dieser Konstellation vermutlich nicht drin. Auch in der
Beziehung Kind - Babysitter muss die Chemie stimmen. Es muss nicht zwangsläufig
Liebe auf den ersten Blick sein - manches Herz will eben erst erobert werden.
Lassen Sie Ihr Kind einige Zeit mit dem Babysitter allein, bleiben Sie aber in
der Nähe. Beobachten Sie Ihr Kind und erfühlen Sie, wie es auf diesen (noch)
fremden Menschen reagiert. Wenn Sie anfängliche Ablehnung feststellen, muss das
noch nichts heißen. Wenn Ihr Kind über einige Stunden mit dem Babysitter
zusammen war, sollte aber schon eine deutliche Annäherung zu bemerken sein.
Einige Fähigkeiten muss er/sie schon mitbringen
Ein Babysitter sollte Geduld mitbringen. Das Wissen, das er benötigt,
können Sie ihm beibringen. Windeln wechseln, kleine Spiele spielen, das Kind trösten
und es beruhigen - all das sollte ein Babysitter können. Außerdem muss er über
eine Portion Autorität verfügen - ansonsten könnte das Haus Kopf stehen, wenn
Sie wieder zurückkommen.
Liebevoll auf der einen Seite, mit der Bereitschaft sich auch durchzusetzen,
wenn es nötig ist - das ist eine gute Mischung. Sicherlich ist es von Vorteil,
wenn Ihr Babysitter einen Babysitter-Kurs absolviert hat, eine zwingende
Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist es allerdings nicht.
Die Selbstverständlichkeiten
Eigentlich ist es selbstverständlich, soll aber trotzdem erwähnt
werden: Zuverlässigkeit sollten Sie voraussetzen können, ebenso absolute
Diskretion. Zu Ihrem Babysitter sollten Sie so viel Vertrauen haben können,
dass Sie vor seinem Erscheinen nicht alle Schränke abschließen müssen.
Was in Ihrem Haus vor sich geht, sollte auch dort bleiben - ein Babysitter, der
seine subjektive Ansicht Ihrer Lebensverhältnisse in der Öffentlichkeit zum
Besten gibt, ist für Sie kein Gewinn.
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